Auf der IAA 1983 präsentierte die Firma
Michalak Design aus Wiesbaden den Corsa Spider, ein auf Basis des Corsa
aufgebautes bügelfreies Auto. Der Michalak Spider wurde als reiner
Zweisitzer konzipiert, bei dem hinter den Sitzen Querstreben zur
Verstärkung der Karosserie angebracht wurden. Die Abdeckung mit
charakteristischen Aufsätzen wurde an der rechten Seite angeschlagen,
der Schliessmechanismus befand sich auf der Fahrerseite. Das Heck
wurde komplett verschlossen, so dass der Kofferraum nur von oben
zugänglich war. Die Türschweller wurden zusätzlich innen und aussen
verstärkt, wobei letzteres durch eine Schwellerleiste aus Kunststoff
kaschiert wurde. Desweiteren wurden Querstegen im Armaturenbereich,
zwei Millimeter starke Stahlbleche an den A-Säulen und noch eine Domstrebe im
Vorderwagen montiert.
Trotz den Umänderungen wog der Spider
40kg weniger als ein Serien-Corsa.



Anfangs wurde auch über 2
Dachkonstruktionen nachgedacht: Entweder ein Hardtop mit
herausnehmbarer Heckscheibe, das unter die hintere Abdeckung
passen sollte, oder ein Stoffverdeck mit Plane und Spriegel. Die
Priorität lag dabei bei einem möglichst bedienungsfreundlichen und
kraftsparenden Mechanismus.
Anfang 1984 zeigte Michalak dann das
fertige Design, mit einer eigenständigen Front (Doppelscheinwerfer
und Grillblende)


Durch die günstig geformte
Frontscheibenpartie wurde ausserdem erreicht, dass selbst bei Regen
die Insassen ab einer Geschwindigkeit von 40km/h im Trockenen sassen.
Das Dach wurde anschliessend als
klappbares zweiteiliges Hardtop konzipiert, das unter der
Heckabdeckung verstaut werden konnte.
Zwei
Wochen nach der Präsentation auf der IAA waren bereits 6
Bestellungen eingegangen. In Zusammenarbeit mit einem
Karosserie-Fachbetrieb (Firma Voll aus Würzburg, bekannt u.a.
für die Ascona C Cabrio Umbauten) und einem Kunststoff-Fachbetrieb
wurde geplant, eine Kleinserie herzustellen. Die Serienfertigung
startet kurz danach.



Die Idee war auch, nicht nur
Neufahrzeuge zu liefern, sondern auch angelieferte Fahrzeuge
umzubauen.
Auf der IAA 85 präsentierte Bernd
Michalak seine Mittelmotor Spider Studie



Bei diesem wurde im Heck ein 1.8 Liter-Motor
mit 115PS aus dem Kadett GTE zusammen mit dem Kadett 5-Gang-Getriebe und
einer Ascona C
Vorderachse verbaut, Kühler und Tank wurden
in der Front untergebracht.
Ein Dach gab es nicht. Der Motor wurde
anschließend beit der Fa. Kissling in Oberhausen mit ein mechanischen
Kompressor aufgerüstet.
Leistungsmäßig sollte er 200 PS haben,
realistisch waren wohl eher 170 PS was im wesentlichen an der
ungünstigen Auspufführung gelegen hat.

Der Mittelmotor Spider war
vollfahrbereit und vom Tüv abgenommen. Es blieb aber leider beim
Einzelstück.
Sehr einfache Montage des Hardtops





Die Grundausstattung des Corsa Spiders
entsprach bis auf die cabriobedingten Umänderungen dem Serien Corsa.
Gegen Aufpreis waren folgende
Sonderausstattungen lieferbar:

Desweiteren waren von Michalak Design
Zubehörteile im Angebot, sowohl für den Spider als auch für den
Dreitürer. Es gab 2 Bausätze:
Der Bausatz Tech1 bestand aus:
-
Front- und Heckschürze
-
Seitenschweller
-
Grillblende

Der Bausatz Tech2 bestand aus:
-
Front- und Heckschürze
-
Seitenschweller
-
Grillblende
-
Kotflügelverbreiterungen
-
Felgen


Produktionszahlen:
Spider:
98 (2 wurden über GM France ausgeliefert; 1 ging nach Dänemark oder
Schweden)
Mittelmotor Spider: 1
